Von der "Reichsbahn Witten"

zum

"Eisenbahner Turn- und Sportverein Witten"

 

Gründung 1923

Durch einige Eisenbahner wurde 1923 eine Kleinkaliber-Abteilung gegründet. Man gab ihr den Vereinsnamen, "Reichsbahn Witten". Nach einigen Jahren kam eine Turnabteilung dazu, später Faust- und Schlagball und schließlich wurde 1933 die Handballabteilung ins Leben gerufen.

 

Der Handball im E.T.S.V. Witten

1933-1946

Die neu gegründete Handballabteilung bestand zunächst nur aus einer Jugendmannschaft. Es sollte fast fünf Jahre dauern bis das erste Meisterschaftsspiel von Senioren (1938 gegen den TuS Bommern auf der Bommerbank) ausgetragen werden konnte.

Bereits 1940 wurden die Handballer Stadtmeister und stiegen 1940/41 in die damals höchste Klasse, die Gauklasse auf. Man nannte sich jetzt "Reichsbahn Turn- und Sportverein".

Es gelang den Spielbetrieb in den ersten Kriegsjahren aufrecht zu erhalten; durch die Wirren des Krieges musste aber 1943 in allen Abteilungen der Sportbetrieb eingestellt werden.

 

1946-1956

Nach dem Krieg ließen es die Alliierten zunächst nicht zu, dass der Sportbetrieb innerhalb des heutigen ETSV wieder aufgenommen wurde. Damals wurde entschieden, dass man sich dem Zentral-Sportverein Witten-West anschloss, aus dem nach kurzer Zeit der TuS Heven wieder ins Leben gerufen wurde. Freundlicherweise haben die Hevener uns als selbständige Handball-Abteilung unter ihrem Namen geduldet.

In Welper konnte dann endlich 1946 das erste Freundschaftsspiel wieder ausgetragen werden. Mit welchem Idealismus die Spieler bei der Sache waren, beweist die Tatsache, dass nach Welper zu Fuß gegangen wurde.

Die Militärbehörden gaben den Sportvereinen bald mehr Freiheit und so entschied man sich in einer außerordentlichen Versammlung unter Leitung des Vereinsvorsitzenden Gerhard Pollmann, wieder den Namen "Reichsbahn Turn- und Sportverein" anzunehmen.

Verhandlungen mit der Turngemeinde Witten wegen Mitbenutzung des Jahnplatzes fielen auf fruchtbaren Boden. Der Sportplatz musste aber zunächst wieder hergestellt werden, denn während des Krieges waren dort Flakstellungen errichtet. Bis 1956 wurde auf dem Jahnplatz gespielt.

Als nach dem Krieg der Kraftsportverein Witten 07 in seiner Existenz bedroht war wurde der Verein als Schwerathletik-Abteilung aufgenommen. Von den Ringern wurden in dieser Zeit viele Siege errungen. Als die Abteilung dann wieder erblühte wurde der Wunsch nach einem eigenen Verein wach, so dass bald der Kraftsportverein Witten 07 neu erstand.

Bei den Meisterschaftsspielen musste nun wieder in der untersten Klasse (1. Kreisklasse) begonnen werden. Es dauert nicht lange und der Aufstieg in die Bezirksliga wurde geschafft. Eine zeitlang spielte auch eine Damen-Mannschaft, die aber bald wieder aufgelöst wurde, da es an Nachwuchs und an Gegnern fehlte.

Die Jugendarbeit hingegen war sehr erfolgreich. Im Juni 1949 errang die 1. Jugend sowie die 1. Schülermannschaft den Titel des Wittener Kreismeisters.

Die erste Herrenmannschaft stieg bei der Neueinführung in die Landesliga auf.

Der Reichsbahn-Sportverein wurde in Eisenbahner Turn- und Sportverein (seit 1979 e.V.) umbenannt und der Spielbetrieb vom Jahnplatz auf den neu errichteten Sportplatz in Heven verlegt.  

 

1958 - 2002

Im Jubiläumsjahr 1958 (35 Jahre) musste die erste Mannschaft aus der schon zur Tradition gewordenen Landesliga in die 1. Kreisklasse absteigen. Eine sehr gute Jugendmannschaft hatte der ETSV im Jahre 1963. Diese Mannschaft wurde dann auch Wittener Kreismeister.

Ab 1966 nahm die Spielstärke, dank dem neuen Trainer Friedhelm Lehmann, bei den Herren wieder zu. 1968 wurde unter Trainer "Molly" Schneider der Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Die 2. Mannschaft stieg im gleichen Jahr in die 1. Kreisklasse auf. An diesen schönen Erfolgen waren die Sportkameraden Willi Müller und Heinz Zimmermann beteiligt, die 1967 die Leitung der Handball-Abteilung übernommen hatten.

Leider erfolgt 1970 der Abstieg aus der Bezirksklasse in die 1. Kreisklasse.

Die Leitung der Handball-Abteilung lag seither in verschiedenen Händen. Einige Jahre führte Werner Neufelder die Abteilung und wurde dann von August Ernst abgelöst. Im Jubiläumsjahr 1973 übernahm der Sportkollege W. Neufelder erneut die Leitung für ein Jahr. Danach wählte die Handball-Abteilung sieben verschiedene Abteilungsleiter, teilweise für sehr kurze Zeit. Von 1989 bis 2002 - mit einer Unterbrechung von knapp zwei Jahren - leitete Julius Sänger die Handballer.

1981 wurde der Handballkreis Witten aufgelöst. Der ETSV schloss sich dem Kreis Ruhr an.

1976 konnte Friedhelm "Hase" Lehmann wieder als Trainer gewonnen werden und es kam neuer Schwung in die Handball-Abteilung. Kurz darauf wurde eine Mädchenmannschaft ins Leben gerufen, die von der B-Jugend über die A-Jugend bis zur Landesliga aufsteigen konnte.

Lange Jahre wurde die Damenmannschaft von Jürgen Domogalla trainiert, der Anfang der 90er auch eine zweite Damen-Mannschaft ins Leben rief.

 

2002 - 2007

Fast kontinuierlich spielte die 1. Damenmannschaft in der Landesliga bis ihr unter Trainer “Molly” Schneider 2002 der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte des ETSV gelang: Der Aufstieg in die Verbandsliga.

Die 2. Damenmannschaft - bis 2003 immer unter Leitung von Jürgen Domogalla - spielt seit langen Jahren in der Kreisliga. In der Saison 2002/03 wurde ein Aufstieg in die Bezirksliga nur durch die Zusammenlegung der Kreise Emscher und Ruhr zum Kreis Industrie verhindert.

Bei den Männermannschaften kam ein erneuter Aufschwung als Arno Wegener im Dezember 1983 zunächst als Trainer und später als Spielertrainer einstieg. So gelang der Aufstieg in die Kreisliga. Hier spielte man auch jahrelang erfolgreich, ehe in der Saison 1996/97 unter Trainer Wolfgang Graf der bisher größte sportliche Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte mit dem Aufstieg in die Bezirksliga verzeichnet werden konnte.

Leider musste man aufgrund zahlreicher Abgänge zunächst den Abstieg in die Kreisliga hinnehmen. Hans-Georg Aufmhoff und danach Wolfgang Hauschke betreuten die erste Herrenmannschaft in den Folgejahren. Obwohl man sich in den letzten beiden Jahren im "gesicherten" Mittelfeld der Tabelle wiederfand, musste sich unser Team jeweils mit dem Zwangsabstieg abfinden, da der Kreis Ruhr aufgelöst wurde und man fortan dem Kreis Industrie angeschlossen war, der auch der neuen Einteilung der vorhandenen Spielklassen unterlag.

Somit wird mit einem von der Altersstruktur gemischten Team unter Trainer Sylwester Wozniak in der 2. Kreisklasse angetreten, da in den letzten Jahren auch jüngere Spieler anderer Vereine den Weg zum ETSV gefunden haben. Seit der Rückrunde 2003/04 hatte Trainer Ulrich Müller das Training der 1. Herrenmannschaft übernommen.

Die zweite Herrenmannschaft wurde Mitte der 90er von Erik Gregorczewski trainiert. Größter Erfolg war der Aufstieg in die 2. Kreisklasse. Es gab hier viele Handballbegeisterte, die hier den Sprung in die erste Mannschaft vorbereiten bzw. Spieler, die den Weg aus Altersgründen von der ersten in die zweite Mannschaft angetreten sind.

Seit 2002 leitete Nicola Sievering die Abteilung. Unter ihr gelang es erste Schritte in Richtung Jugendarbeit zu gehen.

2003 wurde Gesche Jacob-Heyer neue Abteilungsleiterin des ETSV und es konnte erstmals nach über 20 Jahren wieder eine Jugendmannschaft gemeldet werden. Einige Jahre formte der Vorstand mit Thomas Gerhardt, Olaf Lückner, Uwe Midunsky, Frank Buchholz und Mike-Andreas Stobinski die Vereinsgeschicke.

Die Jugendarbeit wurde weiter ausgebaut. Im Mädchenbereich wurden Mannschaften bis zur B-Jugend gestellt. Eine reine Jungentruppe konnte aufgrund der zu geringen Anzahl erstmals in der Saison 2006/07 in Form einer männlichen E-Jugend auf Punktejagd gehen.

In der Saison 2004/05 wurde der bisherige, größte Vereinserfolg aus dem Jahr 2002 getoppt.

Unsere 1te Damenmannschaft qualifizierte sich als Tabellenzweiter für die Qualifikationsspiele zum Aufstieg in die Oberliga. Dort sicherte man sich gegen den VfL Mennighüffen den Aufstieg. Vater und Trainer des Erfolgteams war Uli Müller. Leider konnte die Klasse sportlich im Folgejahr nicht gehalten werden. Man hatte jedoch Glück, dass es einen freiwilligen Absteiger gab und so sicherte man als Tabellenvorletzter die Klasse. Bereits im nächsten Jahr gab es aber keine Abstiegssorgen mehr, man spielte sogar kurzfristig mit um den Aufstieg in die Regionalliga. Das Damenteam wurde ab der Saison 2006/07 vom ehemaligen Handball-Bundesligaspieler Frank Mazur trainiert. Im Jahr 2005 konnte man sich auch erstmals für die 1te Hauptrunde des DHB-Pokals qualifizieren. Gegner war der Zweitligist TV Mainzlar, der sich auch letztendlich durchsetzen konnte. 2007 trat man wieder im DHB-Pokal an.

Die 2te Damenmannschaft wurde nach Jürgen Domogalla von Rainer Schröder und später Stefanie Werner trainiert. Ab der Saison 2007 / 08 wieder von unserem “alten Freund“ Uli Müller. In der Saison 2005/06 belegte man den 3ten Platz in der Bezirksliga und hatte die Möglichkeit über die Qualifikation in die Landesliga aufzusteigen. Leider konnte man sich nicht gegen Jahn Dellwig II durchsetzten. Die Saison 2006/07 schloss man als 4ter ab.

Aufgrund des gestiegenen Interesses am Frauenhandball im Verein wurde 2005 eine 3te Damenmannschaft gemeldet. In der Saison 2006/07 belegt man den 2ten Platz in der Kreisklasse. Diese Platzierung reichte zum Aufstieg in die Kreisliga.

Und weiter geht´s mit Frauenpower. Ab der Saison 2007/08 geht eine 4te Damenmannschaft auf Torjagd.

Leider lief es im Herrenbereich nicht so rosig. Im Jahr 2005 musste die 2te Herrenmannschaft mangels Masse zurück gezogen werden. Die 1te Herrenmannschaft fristet weiter ihr Dasein in der 3ten Kreisklasse. Rainer Schröder hatte hier das Traineramt übernommen, ab der  Saison 2007/08 wurde er von Carsten Gerhartz abgelöst.

 

Im Jugendbereich wurden 2006 einige Erfolge erzielt. So wurde die wE und die wC Stadtmeister. Die wD wurde im Meisterschaftsbetrieb in ihrer Gruppe Erster und qualifizierte sich für die Austragungsspiele um die Kreismeisterschaft. Hier unterlag man gegen Schalke.

Ab der Saison 2007/08 bildet man zusammen mit der DJK Ruhrtal die Jugendspielgemeinschaft “JSG Witten Ruhr“. Ziel ist es, durch die Zusammenlegung vorhandener Kapazitäten (Hallenzeiten, Jugendtrainer), besser auszunutzen und den Jugendlichen ein besseres Entwicklungspotential anzubieten.

 

2008

Die erste Damenmannschaft hat sich in der Oberliga etabliert, in der Saison 2008 / 09 bestreitet man die 4. Oberligasaison. In der Saison 2007 / 08 belegte man zum Abschluß den 7. Platz. Trainer Frank Mazur geht in seine dritte ETSV-Oberliga-Saison.

Im August wird der 2. ETSV Sommercup ausgetragen, zu dem wieder hochkarätige Damenteams antreten werden. Letztes Jahr belegte der ETSV Platz 4, vielleicht reicht es dieses Jahr für einen Platz auf dem Treppchen. Erstmals nimmt auch die 2. Damenmannschaft teil.

Apropos 2te Damen, das Team spielte in der Saison 07 / 08 eine nahezu perfekte Serie. 16 Siege und 2 Unentschieden standen am Ende zu Buch, gerechter Lohn: Aufstieg in die Landesliga. Auch dort wird das Team weiterhin von Uli Müller gecoacht. Zu seiner Unterstützung steht seit gut einem halben Jahr Olaf Odelga mit an der Seitenlinie.

Unsere 3ten Damen spielen in der Saison 08/09 weiter in der Kreisliga. Nach einer durchwachsenen letzten Saison peilt man unter Neutrainer und altem ETSV-Bekannten Martin Quasdorf einen der vorderen Plätze an.

Weiterhin nimmt der ETSV mit 4 Damenmannschaften am Spielbetrieb teil. Die „Spaßtruppe“ aus jung und „etwas“ älter spielt in der Kreisklasse. Trainiert wird sie in der kommenden Saison vom ETSV-Urgestein Jürgen Domogalla, der Gesche Jacob-Heyer beerbt, damit sie sich fortan noch mehr auf ihre Aufgabe als Abteilungsleiter konzentrieren kann. In der „Führungsetage“ des ETSV herrscht übrigens seit Jahren Konstanz, die ETSV Geschicke werden weiterhin von Gesche Jacob-Heyer, Uwe Midunsky, Mike-Andreas Stobinski und Thomas Gerhardt geleitet.

Der Herrenbereich bleibt weiter das Sorgenkind des Vereins. Hier gelingt es leider nicht, ausreichend Herren für den Spielbetrieb zu gewinnen. Zwar tritt man auch in der neuen Saison mit einer Herrenmannschaft in der 3. Kreisklasse an, jedoch werden die verbliebenen Spieler immer älter (Altersdurchschnitt liegt bei knapp 40), so dass der Herrenhandball beim ETSV möglicherweise in naher Zukunft vor dem Ende steht. Vielleicht treten ja mit dem neuen Spielertrainer Martin Quasdorf, der die Nachfolge von Carsten Gerhartz antritt, positive Veränderungen ein.

Die Jugend bestreitet ihr zweites Jahr als JSG (ETSV + Ruhrtal). Auch wenn der sportliche Erfolg noch ausgeblieben ist, zeigt sich, dass der Zusammenschluß Sinn gemacht hat. Immerhin nahmen mit der wE, wC, wB und wA 4 Mannschaften an der Qualifikation für höhere Spielklassen teil, leider (noch) ohne Erfolg. Jugendleiterin bleibt Mareike Lorenz. Erfreulich ist, dass mit Ann-Kathrin Barthel seit langer Zeit wieder eine Spielerin aus der ETSV (JSG) – Jugend den Sprung in den Seniorenbereich vollendet hat.

 

2009

Erneut Platz 7 sprang für unsere Oberliga-Damen in der Saison 2008/09 heraus. Am Ende der Saison legte Frank Mazur seinen Trainerposten nieder. In der neuen Saison übernimmt Alexandra Kleebach das Ruder, sie wird das Team als Spieler-trainerin in die kommende Spielzeit führen.

Ihre erste Landesliga-Saison beendete unsere Zweitvertretung auf einem sehr guten 5. Platz. Im Trainerteam herrscht weiterhin Kontinuität, Uli Müller und Olaf Odelga coachen weiterhin das Team.

Damenteam Nr. 3 belegt den 6. Tabellenplatz in der Kreisliga unter der Leitung von Martin Quasdorf, der sich auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie engagieren wird.

Jürgen Domogalla erreicht mit unserer 4. Damenmannschaft den 7 Platz in der Frauen Kreisklasse Industrie und natürlich „unterschreibt“ Jürgen auch für die kommende Saison, ETSV ohne Jürgen wäre doch wie Weihnachten ohne Tannenbaum …..

Die personelle Lage hat sich bei den Herren (und auch der Altersdurchschnitt) nur bedingt verbessert, dennoch kann man letztendlich die 3. Kreisklasse durch Platz 11 halten. In der kommenden Saison wird Thorsten „Öko“ Meischeider neuer Trainer, er löst seinen Vorgänger Martin Quasdorf ab. Einige Zusagen junger Spieler machen Mut für die neue Spielzeit.

2009 richtet der ETSV den 1. Stadtwerke-Handball-Cup (Nachfolger der Wittener Stadtmeisterschaften) aus. Zeitgleich findet der 3. ETSV Sommercup statt. Eine enorme Belastung für unseren kleinen Verein, doch dank der zahlreichen Unter-stützung durch Mitglieder und Freunde kann man beiden Turnieren einen würdigen Rahmen verleihen. Unsere Damen holen zum wiederholten Male den Titel des Stadtmeisters. Der Sommercup findet in diesem Jahr letztmalig statt, zu gering war das Zuschauerinteresse an diesem eigentlich immer hochkarätig besetzten Damenturnier.

In der Vorstandsebene des ETSV löst Jörg Tönnies den langjährigen Kassier des Vereins, Thomas Gerhardt, der fortan Jugendleiter wird, ab.

Gesellige Veranstaltungen wie Osterfeuer, Weihnachtsfeier und Pfingstfahrt rundeten auch in diesem Jahr das Vereinsleben ab.

 

2010

Nach 5 Jahren Oberliga-Zugehörigkeit musste nach der Saison 2009/10 der Gang in die Verbandsliga angetreten werden. Eine Saison, die von Verletzungspech und Schwangerschaften geprägt war, konnte der ETSV nur auf dem 13. Platz (von 15) abschließen. Natürlich war daran auch die ein oder andere, unnötige Niederlage bzw. schlechte Leistungen verantwortlich. Alex Kleebach musste auf Grund gesund-heitlicher Probleme ihr Amt als Spielerin und Trainerin niederlegen. Zur neuen Saison wird ein alter Bekannter erwartet: Frank Mazur.

Auch unsere Herren folgten dem Beispiel unserer 1. Damenmannschaft und müssen als Absteiger demnächst in der 4. Kreisklasse spielen. Dies dürfte aber der letzte Abstieg der Herren gewesen sein, denn tiefer geht es nicht mehr ….  Nach einer desaströsen Hinrunde (0 Punkte), vermochte auch eine ansprechende Rückrunde (immerhin 6 Siege) nicht, den Abstieg zu verhindern. Man wurde Drittletzter und beendete die Saison auf Platz 12. Zwar konnte die Meischeider-Truppe durch viele jüngere Spieler aufgefrischt werden, aber selbst „Top-Torschütze“ Patrick Berg konnte den  Abstieg nicht verhindern. Unmittelbar nach dem Abstieg schwor sich das Team direkt auf das Ziel Aufstieg in der nächsten Saison ein.

Dass es auch besser geht, bewies unsere 2. Damenmannschaft in ihrer zweiten Landesliga-Saison. Die Müller-Sieben belegte einen überragenden 2. Platz und schloss die Saison nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer aus Bergkamen ab. Allerdings hätte auch der 1. Platz nicht zum Aufstieg berechtigt, weil unsere 1. Damen in die Verbandsliga abgestiegen sind. In der neuen Saison wird das Duo Müller/Odelga gesprengt. Phillipp Gallinowski löst dann Uli Müller ab,

Wesentlich entspannter ging es in den Teams Damen III und IV zu. Beide Mannschaften belegten den 7. Rang in ihrer Spielklasse. Martin Quasdorf legt seinen Trainerposten bei den 3. Damen nieder, Jürgen Domogalla verlängert natürlich bei Team Nr. 4.

Clemens „Buzzer“ Glaubitz und Sven Hillebrand bilden fortan mit der langjährigen Abteilungsleiterin, Gesche Jacob-Heyer (die dieses Amt zu Lebzeiten wohl nicht mehr los wird J) und Kassierer Jörg Tönnies das ETSV-Führungsquartett. Sabine Dominik löst Thomas Gerhardt als Jugendleiter ab und führt fortan mit Jürgen Schabacker die Jugendabteilung.

Nicht verschweigen darf man in diesem Jahr einen völlig unerwarteten Erfolg auf gänzlich unbekanntem Terrain. Auf Initiative von Sabine Dominik traten unsere Damen (eine Gemeinschaft aus allen ETSV Damenmannschaften) bei den „Days of Thunder“ an und belegten völlig untrainiert und überraschend in ihrer Drachenbootklasse den 1. Platz. Der selbst gewählte Name ihres Drachenbootes lautete übrigens: „Das Leben ist kein Wunschkonzert“. Natürlich fühlt man sich nun verpflichtet, diesen Titel im nächsten Jahr zu verteidigen.

  

2011

Nachdem einige Leistungsträger die 1. Damenmannschaft verlassen haben (u.a. Alex Kleebach und Frederike Bauer), erfolgte ein personeller Umbruch. Mit einigen neuen Spielerinnen (z.B. Anna Schilling) und Verstärkungen aus den eigenen Reihen, wie Marylen Reschop, startete man in die Verbandsliga-Saison. Am Ende der Saison 10/11 belegt man Rang 5 und blieb damit innerhalb der vorab herausgegebenen Zielsetzung. Olaf Dittrich bestritt seine erste Saison als Mannschaftsbetreuer und war u.a. für das Mental-Coaching zuständig. Evt. kann man sich nächste Saison weiter verbessern und 1 – 2 Plätze nach oben rutschen. Neuer Trainer ist dann mal wieder ein ETSV-Urgestein, nämlich Uli Müller, der Frank Mazur kurz vor Ende der Saison 10/11 abgelöst hat.

Vor der Saison hatte unsere 2. Damenmannschaft ein „kleine Kröte“ zu schlucken. Das Team um Phillip Gallinowski und Olaf Odelga wurde umgruppiert und musste in der „Sauerlandgruppe“ antreten, was mit deutlich weiteren Fahrten verbunden war. Sportlich gesehen ließ sich die Truppe davon aber nicht irritieren und belegte nach Platz 2 im Vorjahr nun einen beachtlichen 3. Rang. Emotionaler Höhepunkt waren sicherlich die 2 Derbysiege gegen unseren Nachbarn aus Bommern. Beide Trainer werden das Team in die folgende Spielzeit begleiten. Außerdem konnte sich Phillipp in diesem Jahr über den Aufstieg des Wittener Turnvereins (ja, die spielen auch Handball und er auch) in die Bezirksliga freuen.

Ähnlich miserabel, wie bei den Herren im Vorjahr, lief die Hinrunde unserer 3. Damenmannschaft. Lediglich ein Pünktchen wurde geholt. Allerdings verlief die Rückrunde erfreulicher. Neun Siege (aus 12 Spielen) beförderten den ETSV III noch auf den 10. Tabellenplatz, damit war der Klassenerhalt gesichert. Besonderer Dank gebührt Interimscoach Karl-Heinz “Charly“ Löffler, sowie Simone Muhr und Ramona Schütz. Hoffentlich verläuft die nächste Saison entspannter, ein neuer Trainer wird noch gesucht ….

Lustig und entspannt verlief mal wieder die Saison 2010/11 für unsere 4. Damen. Aber auch sportlich sprang einiges heraus, zum Schluss der Saison durfte man sich über den 4. Tabellenplatz freuen und der neue Trainer bleibt auch für 2011/12 der alte, nämlich: Jürgen Domogalla.

Unsere Herrenmannschaft hat tatsächlich Wort gehalten. Der tiefe Fall in die 4. Kreisklasse wurde direkt behoben. Als Tabellenerster (nur 5 Minuspunkte) hat man den direkten Wiederaufstieg geschafft. Mit einem breiten Kader (19 Spieler) hat man auch wieder echte Perspektiven, für eine 2. Herrenmannschaft wird es aber noch nicht reichen. Der Aufstieg wurde übrigens gebührend am Vereinsheim an der Ruhr gefeiert. „Meister-Coach Öko“ übernimmt auch in der kommenden Saison die sportliche Verantwortung.

Der ETSV-Vorstand, sowie der Jugendvorstand bleiben unverändert, Mike Andreas Stobinski wird neuer Sozialwart des ETSV Gesamtvereins und löst Arthur Goltz nach über 40 Jahren ab.  

 

2012 – 2014

Die Spielzeiten 11/12 bis 13/14 wurden von sehr positiven Ereignissen, aber auch von negativen Vorfällen geprägt.

Recht unaufgeregt verlief zunächst die Saison 11/12. Unsere beiden überkreislich spielendenden Damenmannschaften belegten in der Verbandsliga einen 8. und in der Landesliga einen 4. Tabellenplatz. War die Platzierung der Verbandsliga-Damen sicherlich nicht ganz so erfreulich, konnte man mit Platz 4 in der Landesliga gut leben. Trainiert wurden beide Mannschaften nach wie vor von Uli Müller (VL) und Philipp Gallinowski (LL).

Großes Glück hatte unsere 3. Damenmannschaft unter Coach „Charly“ Löffler. Weil die Kreisliga aufgestockt werden sollte zur nächsten Saison, musste man als Tabellenletzter nicht in die Kreisklasse absteigen.

Damenteam 4 belegte unter Jürgen Domogalla in der Kreisklasse den 7. Tabellenplatz und unser Herrenteam schloss die Saison nach dem Aufstieg in die 3. Kreisklasse unter Trainer Thorsten „Öko“ Meischeider ohne Abstiegssorgen auf Platz 8 ab.

2013 hätte man beim ETSV beinahe ein Super-Aufstiegsjahr feiern können, aber zum Ende der Saison 12/13 musste man sich dann mit „nur“ einem Aufstieg zufrieden geben.

Unsere 2. Damenmannschaft spielte die perfekte Saison in ihrer Landesliga-Gruppe und beendete die Spielzeit nach 22 Siegen / 44:0 Punkten unangefochten auf Platz 1. Leider blieb ihnen aber der Aufstieg verwehrt, denn unsere Verbandsliga-Damen scheiterten mit Rang 3 nur knapp am Aufstieg in die Oberliga.

So sorgten unsere Herren für den einzigen Aufstieg in dieser Saison. Als Tabellenerster stieg man in die 2. Kreisklasse auf, was ausgiebig am Vereinsheim an der Ruhr gefeiert wurde.

Wieder lange zittern um den Klassenerhalt musste unsere 3. Damenmannschaft, als Vorletzter konnte knapp die Kreisliga-Zugehörigkeit gehalten werden. Damenteam 4 erreichte einen tollen 4. Tabellenplatz in der Kreisklasse.

Alle Mannschaften wurden in dieser Spielzeit von ihren „alten“ Trainern gecoacht, was deutlich zeigt, dass der Verein mit seinen Trainern zufrieden ist und auf Kontinuität setzt.

Nach diesem sportlich sehr erfolgreichen Jahr erfolgte dann in der Spielzeit 13/14 ein Seuchenjahr mit einigen Turbulenzen, aber auch einem Aufstieg und einem versöhnlichen Ende, das Mut für die Zukunft macht. Der Reihe nach ....

Unser langjähriger Coach Uli Müller, der eigentlich noch bis zum Ende der Saison unsere Verbandsligatruppe trainieren wollte, tritt nach internen Differenzen im Laufe der Rückrunde zurück. Dies nehmen einige Spielerinnen zum Anlass, um ebenfalls den Verein zu verlassen. Philipp Gallinowski übernimmt in Doppelfunktion auch unsere VL-Truppe und kann das in arge Abstiegsnöte geratene Team am vorletzten Spieltag vor dem Sturz in die Landesliga retten.

Auch Abteilungsleiter Lars Köpenick tritt kurz nach seiner Wiederwahl zurück und hinterlässt den ETSV führungslos. Die stellv. Abteilungsleiterin Wiebke Harder, der Hauptvorstand des Vereins, sowie einige Mitglieder können diese Zeit überbrücken, scheitern aber zunächst am Versuch, neue Personen für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. Letztendlich konnte aber doch eine Lösung gefunden werden, weil die Handballabteilung eng zusammenrückte und sich viele Vereinsmitglieder bereit erklärten, den Verein zu unterstützen. Ohne neuen Vorstand wäre nämlich die komplette Handballabteilung vom Spielbetrieb abgemeldet worden und von diesem Schlag hätte man sich sicherlich nur sehr schwer erholt, wenn überhaupt ...

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Mai 2014 wurde Brigitte Pesch-Schabacker einstimmig zur Abteilungsleiterin gewählt - ihre Stellvertreterin ist Sabine Dominik. Das Amt des Geschäftsführers bei den Herren bekleidet Peter Schalwat, sein Pendant bei den Damen ist Anika Schwefel. Zur Kassiererin wurde Bianca Richter bestimmt, Daniela Schabacker agiert als Damenwartin. Fabian Richter wird neuer Herrenwart und komplettiert damit den Vorstand. Unterstützt wird der Vorstand durch einige Vereinsmitglieder, die „Spezialaufgaben“ wie Passangelegenheiten oder Zeitnehmereinteilung übernehmen. Der neue Vorstand verbreitet Optimismus und der Verein scheint gestärkt aus dieser Situation hervorzugehen, was sich u.a. darin zeigt, dass viele Mitglieder den neuen Vorstand unterstützen wollen und sich auch bereit erklärt haben, als „neue“ Schiedsrichter oder Zeitnehmer aktiv zu helfen. Es scheint so, dass der ETSV wohl auch für die Zukunft wieder gut gerüstet ist und zurück zu einem familiären Miteinander gefunden hat.

Auch unsere 2. Damenmannschaft litt unter diesen Umständen. Durch viele Abstellungen an die 1. Mannschaft konnte man diesen Aderlass sportlich nicht auffangen und rutschte in der Landesliga auf Platz 7 ab. Seit einiger Zeit stand zudem fest, dass Philipp Gallinowski zum Ende der Saison seine Trainertätigkeit bei unserer Landesliga-Mannschaft aufgeben wird.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal ausdrücklich bei Philipp für seine Einsatzbereitschaft in dieser schwierigen Situation bedanken, aber natürlich auch für  sein langjähriges Traineramt an der Seitenlinie unserer 2. Damenmannschaft.

Vergessen bleiben soll natürlich auch nicht Uli Müller, der jahrelang ein leidenschaftlicher und erfolgreicher Trainer beim ETSV (unvergessen bleibt der Aufstieg 2005 in die Oberliga) war und den Verein bei zahlreichen Tätigkeiten unterstützt hat. Wir bedauern sehr, dass man sich unter solchen Umständen getrennt hat.

Damenteam 3 entledigt sich in dieser Saison recht früh aller Abstiegssorgen. Man beendet die Saison zwar „nur“ als 10ter, hat aber 18 Punkte Vorsprung zu den Abstiegsplätzen 13 und 14. Die Mannschaft scheint sich endlich gefunden zu haben und die Trainingsarbeit von Charly Löffler scheint Früchte zu tragen. Vielleicht darf man nächste Saison auf mehr hoffen ....

Jürgen Domogalla führte die 4. Damenmannschaft in dieser Saison auf Platz 5.

Das sportliche Glanzlicht der Saison setzten wiederum unsere Herren. Als Neuling in der 2. Kreisklasse krönte man eine tolle Saison mit dem 1. Tabellenplatz. Nach dem erneuten Aufstieg spielt man in der kommenden Saison nun in der 1. Kreisklasse.

Im Laufe der Saison wurde übrigens Thorsten Meischeider, der nach der Geburt seines Sohnes ein wenig kürzer treten wollte, durch Henna Vohmann auf der Trainerbank abgelöst.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein im Herrenbereich in dieser Saison war sicherlich die Teilnahme einer 2. Herrenmannschaft am Spielbetrieb. Sportlich gesehen belegte man zwar den letzten Tabellenplatz, aber man trat auch sehr kurzfristig an und hatte viele Anfänger im Team. Zukünftig wird das von Sebastian „Basti“ Degel geführte Team sicherlich besser abschneiden. Unsere 1. Herrenmannschaft wird wohl auch in der kommenden Saison in der höheren Klasse eine gute Rolle spielen, da wohl einige Verstärkungen zum Team stoßen werden.

Der Herrenbereich ist beim ETSV eindeutig auf dem Vormarsch und wir hoffen, dass diese positive Tendenz lange anhalten wird ...

Abschließend möchten wir noch 2 Personalien bekanntgeben. In der Saison 2014/15 werden 2 neue Trainer für den ETSV aktiv sein. Stephan Hellwig übernimmt das Verbandsliga-Team und Thomas Binnberg betreut fortan unsere Landesliga-Damen.

Wir begrüßen beide Trainer recht herzlich in der ETSV-Familie und wünschen ihnen, sowie allen Mannschaften eine erfolgreiche Saison, sowie dem Verein ein ruhigeres Jahr ....

 

Jugend 2009 – 2011

Fünf Jahre hat die Spielgemeinschaft zwischen ETSV und Ruhrtal, die JSG Witten-Ruhr, nun schon Bestand. Sicherlich eine Erfolgsgeschichte, auch wenn der ganz große Wurf (eine Jugendmannschaft über Kreisebene zu qualifizieren) noch ausgeblieben ist. So sind wir aber zusammen finanziell und personell so aufgestellt, dass wir den Jugendmannschaften ein solides, sportliches Umfeld und auch außersportliche Aktivitäten (z.B. Vereinsfahrten) anbieten können. Schön ist, dass wir fast alle Altersklassen abdecken können (und wohl auch zukünftig) und sich der ein oder andere sportliche Erfolg (z.B. bei Stadtmeisterschaften, bei diversen Turnieren, oder bei den Meisterschaftsspielen) eingestellt hat. Toll auch, wie einige Spielerinnen bei der 3. aber auch 2. Damenmannschaft eingeschlagen haben.